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Allmende Verlag |
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Jannes Tashiro: Zeitenwende – Brücke zur ZukunftBesprechung von Hartmut T. Reliwette Das vorliegende Werk befasst sich mit der „Zeitenwende“, einem aus dem Spirituellen begründeten Großereignis, welches alle bisher praktizierten gesellschaftlichen Modalitäten u.a. auch praktizierte (materielle) Wertvorstellungen aufhebt und ins Positive verkehrt. Wenn man das liest mutet es an als beschwörten alle Schamanen dieser Welt die negative Entwicklung der Menschen und nähmen den Fluch von ihren Schultern, den sie sich insbesondere seit der Errichtung des industriellen „Fortschritts“ selbst auf ihre Schultern geladen haben. Von der Freundschaftsrepublik ist die Rede, in der künftig das Geld die Macht über die Menschen verliert – in einer Gesellschaft, in der nicht länger das konkurrierende (Arbeits)Prinzip die Menschen zu Sklaven des Systems macht. Fröhlich und lachend werden die Menschen ihrer sinnvollen Tätigkeit nachgehen, die sie ausfüllt und zufrieden macht. „Die Zeitenwende vollendet diese Freiheit als gesellschaftlich proklamierte Freiheit jedes Einzelnen von der Scheinwelt aus der Vergangenheit“. Denn die Freiheit alles kaufen zu können, sich von der bunten Vielfalt der Industrieprodukte oder der Unterhaltungsindustrie ablenken zu lassen bewirkt das Gegenteil: macht abhängig und unfrei, letztlich unkritisch und bindet die Menschen an den unsäglichen Kreislauf von Produktion und Konsum, von dem letztlich wieder die Arbeitsplätze abhängen. Der Autor hat mit seinen Ausführungen völlig Recht, auch wenn sich seine komplexe Darstellung vom Ende einer Leistungsgesellschaft unter dem „Machtprinzip“ hin zu einander zugewandten Menschen aus der „esoterischen Ecke“ zu kommen scheint, vermischt mit buddhistischen Weisheiten und einem „gehörigen Schuss“. Humanismus. „Wir sind so gesehen heute Sklaven der Vergangenheit, während wir nach der Zeitenwende Planer und Gestalter der ökologisch nachhaltigen Gegenwart im Auftrag der Zukunft sind“. An anderer Stelle beschreibt der Autor die Auflösung des Geldwertes und stellt den Menschen, der zufrieden ist und ökologisch lebt und arbeitet, als die künftige Währungseinheit dar. Tashiro setzt dabei auf die Intuition der Menschen und auf ihre kreativen Anlagen, die wieder entdeckt werden wollen. „Die autoritäre Gesellschaft hört auf Politiker und Wissenschaftler! Die antiautoritäre, wirklich individuelle Gesellschaft hört auf die innere Stimme, die Intuition. Wenn wir auf unsere innere Stimme horchen, brauchen wir keinen Guru, keinen Anführer!“ Hier wird ein Leben der Menschen ohne Gier und ohne Hintergedanken beschrieben, ein Miteinander ohne Berechnung, ein Paradies auf Erden, eine Welt, die alles bereithält, was man zum Leben braucht, wenn man es nur gerecht verteilt. Denn dann könnten die Menschen ohne Druck und ohne Existenzängste miteinander leben. „Die Gewissheit des Zeitenwandels entspricht der Schwingung des Mutes. Insofern sind Mut und die Zeitenwende identisch, die ein und dieselbe Schwingung“. Hiermit knüpft der Autor an die Identitätsfrage an, an das Ur im Menschen, das unmanipulierte ICH oder anders herum: das von Manipulationen wieder befreite ICH. Das allerdings setzt eine lange, intensive Auseinandersetzung mit sich selbst voraus. Alle subjektiven Wichtigkeiten müssen auf den Prüfstand. Das verlangt Selbstdisziplin und erfordert Selbstbewusstsein. Die Erkenntnis, möglicherweise sein gesamtes Vorleben als gescheitert zu erkennen, erfordert Aufrichtigkeit und Liebe zu sich selbst: sich zu verzeihen und den Mut zu haben, einem neuen unbekannten Pfad zu folgen. Was Jannes Tashiro in seinen Ausführungen aufzeigt, mag utopisch erscheinen. Ein Ansatz für eine Menschheitstherapie ist es alle Male Hartmut.T.Reliwette
Im Folgenden sind Kommentare zur Broschüre "Konsequenzen aus der Klimakatastrophe". Weitere Rückmeldungen werden erwünscht. Buchbesprechung von Gesa Bartholomae, Studierendenpastorin Kiel Alle reden über die Klimakatastrophe, d.h. wir wissen alle ganz gut Bescheid. Auch die Möglichkeiten, wie wir das Schlimmste abwenden könnten, sind allgemein bekannt. Aber warum tun wir es eigentlich nicht? Was hält uns davon ab, jetzt wirklich einen konsequenten Kurswechsel zu vollziehen? Diese Frage stellt sich Jannes Tashiro in seiner Broschüre „Konsequenzen aus der Klimakatastrophe“. Er untersucht darin die gesellschaftlichen Strukturen, in denen wir leben und auch die psychischen Mechanismen, nach denen wir handeln. Und er fordert in überzeugenden Weise zu einem radikalen Umdenken auf. Er stellt das Wirtschaftswachstum in Frage und unser ständiges Streben nach mehr Wohlstand. Andere Werte müssen wieder wichtiger werden, damit die Welt noch gerettet werden kann. Und das ist Angstfreiheit, Kreativität, Freude, echte Freundlichkeit, Menschlichkeit usw. Oft humorvoll, aber nie den Ernst der Lage verkennend, stellt er sein Konzept von einer neuen Gesellschaft und einem neuen Menschen vor. Dabei fließen christliches und buddhistisches Gedankengut in erfrischender Weise ineinander. Wenn genügend Menschen sich seine Ermahnungen und Vorschläge zu Herzen nehmen, könnte es „eine Strömung der Veränderung ungeahnten Ausmaßes“ geben.. Die Broschüre ist deshalb jedem zum Lesen empfohlen, den die Sorge um das Fortbestehen unserer Welt umtreibt. Denn „der Traum ist schon auf unserer Seite, deshalb ist Verzweiflung nicht mehr notwendig“.
Im Folgenden sind Kommentare zur Broschüre "Klimakatastrophe als unsere Chance". Weitere Rückmeldungen werden erwünscht.
Besprechung zu "Klimakatastrophe als unsere
Chance" von Kristina Radke
Besprechung von Christian C. Kruse
Er erlebte die damalige Aufbruchstimmung, die Gründung der
Grünen-Partei, schrieb gemeinsam mit seiner deutschen Frau ein Buch über
Hiroshima – Menschen nach dem Atomkrieg, erschienen bei dtv. Durch die
Wiedervereinigung und die Globalisierung ließ das allgemeine Interesse an
Öko-Themen nach, und so pausierte Jannes Tashiro mit der journalistischen
Arbeit, bis vor kurzem.
Und ein Zeichen will er mit diesem Büchlein setzen, aufrütteln, zum Umdenken auffordern. Als Lesender muß man allerdings dazu bereit sein, tiefer in die Materie eindringen, sich weiter mit den Themen beschäftigen zu wollen. Denn der Autor reisst nur an, respektive verdichtet sein Wissen gewissermaßen zu kurzen, nur wenige Sätze umfassende Kapitel. Auszug: „Krebs als Wirtschaftswachstum. Wir stellen uns gerne unter `Wachstum´ etwas Positives und Optimistisches vor. In der Natur gibt es aber kein ewiges Wachstum. Es führt zur Zerstörung des Nährbodens, des Wirttieres oder der Wirtpflanze, somit auch zum Tod des Lebe-wesens. Die Klimakatastrophe ist ein eindeutiges Zeichen, dass es mit dieser Form des unendlichen Wachstums nicht weitergeht. Und die Kriegsgefahr wächst ständig mit diesem unendlichen Wachstum, das die Zerstörung des Krieges herbeiführen muss. Die Wirtschaft ist die Sprache der Fakten, der eigentliche Grund der beiden Weltkriege. Das Wirtschaftswachstum unter dem Zinsdruck ist ein Krebsgeschwür, das früher oder später unser Leben selbst kostet. Die Fragen der nächsten Generationen lauten daher: „Warum habt ihr nichts gegen das `Wachstum´ unternommen?“ „Wusstet Ihr nicht, was `Wachstum´ bedeutet?“ „Habt Ihr das nicht kommen sehen?“ „Warum war das `Wachstum´ für Euch so heilig?!“ – Wir stellen uns diese Fragen schon jetzt, damit uns die nächsten Generationen sie nicht erst nach den endgültig eingetretenen Katastrophen stellen müssen.“
(01.03.2007) Aus: www.Alternative-art.de unter Rezensionen
Rezension von Ulrich Jochimsen Der Autor Jannes Tashiro ist ein Japaner, der über 30 Jahre in Deutschland lebt. Sein Buch „Klimakatastrophe als unsere Chance“ fasst die augenblickliche Umweltdiskussion zusammen. Doch geht das Buch über unseren Kulturkreis hinaus. Und das macht es wertvoll! Während die meisten Bücher sich einem Spezialgebiet zuwenden, versucht der Autor ausgehend vom Christentum, wo das Leben immer ein Jammertal ist, den Buddismus in seine Überlegungen einzubeziehen. Der Buddismus schaut nach vorn, nicht zurück, gewinnt aus den kleinen Beobachtungen einen Lebenswert, und trennt nicht Natur von Kultur, alles ist miteinander verbunden. In einer zunehmend globalisierten Welt ein wichtiges Buch.
Ulrich Jochimsen,
Vorstand der
Die "Bedienungsanleitung für den Menschen" von Jannes Tashiro rezensiert von C.C.Kruse
Das Rad erfindet Tashiro nicht neu in seiner ich nenne es mal Streitschrift, wenn er Globalisierung, Konsumgesellschaft und Zinswirtschaft als Haupt-verantwortliche für die voranschreitende Klimaveränderung nennt. Aber er macht interessante Kausalitäten sichtbar, bringt neue Zusammen-hänge ins Spiel; dies, wie auch in dem vorausgehenden Werk „Klima-katastrophe als unsere Chance“, sehr komprimiert und auf den Punkt gebracht. Hayato K. Tashiro ist eben kein Samuel P. Huntington, der sich auf 500 Seiten auswälzen muss, um letztlich doch nur ein X für ein U zu verkaufen. So schreibt er zum Beispiel, einer der Gründe unserer selbstgemachten Katastrophe ist, dass wir Menschen immer noch von unserem Zwischenhirn beeinflusst werden. Dort sitzt unsere evolutionäre Geschichte, und eben auch unser Jagdinstinkt gespeichert, nach dem der Mensch immer noch seine Handlungen ausrichtet. Trotz aller high-tech sind wir auf dieser Entwicklungsstufe hängengeblieben, und das ist ein Problem. So sind wir heute Jäger des Geldes und allem, was damit in Zusammenhang steht: Konsumartikel, Aktien… Damit gaukelt der Mensch sich selbst Sicherheit vor: mit einem vollen Bankkonto, dem vollen Kühlschrank; und merkt nicht, dass er selber zum Gejagten wird, zum Sklaven – zum Sklaven des Geldes… Besteht also für den Menschen keine Hoffnung mehr? Doch, sagt Tashiro, und macht Mut: Wir befinden uns in einer Zeit des Wandels; die Zeit der Lügen ist vorbei, der Mensch beginnt, selbständig zu denken, die Zusammenhänge des Lebens zu begreifen. Wer nun auf diesem Weg der Veränderung Begleitung, Anregung benötigt, der findet diese in Tashiros „Gebrauchsanweisung“: „Somit ist es klar, in welche Richtung der wirtschaftliche Umbau gehen muss! Die Arbeitenden bestimmen selbst, angesichts dessen, was produziert werden muss, wie sie arbeiten, wie sie sich (wir uns) dabei fühlen wollen, ihre (unsere) gesellige Freude und Neugierde vertiefen. Unser produktives Interesse, und nicht der materielle Konsum, steht im Vordergrund. Hierarchie schaffen wir ab. Die natürliche Autorität werden wir akzeptieren, die Kenntnisse und die menschliche Reife. Zwang der Hierarchie, Macht der Willkür und Privilegien für wenige werden bald vorbei sein. Die Richtung des wirtschaftlichen Umbaus ist klar. Wir orientieren uns an unseren persönlichen Interessen. Wenn die Neugier stärker wird als die gewohnte Freude der Geselligkeit, ziehen wir weiter zur neuen Umgebung. Arbeitslosigkeit wird es nie wieder geben. „Nicht gebraucht zu werden“ ist eine schwere, grundlegende Beleidigung unserer Natur, die in Geselligkeit gerne mit Spass arbeiten will.“ Ein Märchen? Sicherlich. Aber im Sinne einer Vision. Und Visionäre brauchen wir in Zeiten wie diesen – damit wir nicht den falschen Propheten hinterherlaufen.
Gebrauchsanweisung des Menschen, von Jannes Hayato K. Tashiro. Ca. 40 Seiten, A5, Allmende-Eigenverlag
Rezension des Buches:
Lieber Jannes,
ich habe sehr lange in Deinem Buch gelesen,
immer ein Stück vor dem Schlafengehen. Es ist eine alte Erfahrung von
mir, dass sich so auf diese Weise Inhalte sehr tief einprägen und ich
mir gar keine Notizen zu machen brauche. Nun habe ich aus dem Kopf eine
kleine Rezension dazu geschrieben. Deinen Optimismus kann ich leider
nicht teilen. Diese Menschheit ist dermaßen versaut worden, dass sie
sich aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Gesamtkomplex lösen kann.
Andererseits stimme ich Dir aber auch zu, dass wir nichts unversucht
lassen dürfen, immer wieder mit einer stoischen Beharrlichkeit auf den
Wahnsinn hinzuweisen, der schon groteske Formen angenommen hat. Das ist
dermaßen bescheuert und komplex, dass man eigentlich schon darüber
lachen müsste, wenn die Folgen nicht so dramatisch wären, die mit diesem
Wahnsinn einhergehen. Andererseits habe ich auch die Lösung darunter
geschrieben. Die Erde/Schöpfung ist viel stärker als die Menschen. Sie
wird überleben - ob mit uns Menschen oder ohne uns.
Ich drücke Dich sehr herzlich!
Dein Freund Hartmut
Jannes Tashiro: :
Wandlung der Menschheit – Konsequenzen aus der Klimakatastrophe II
Als viertes Buch der Klimaserie des Allmende Verlages
ist nun vorliegender Band erschienen, in welchem der Autor mit
prophetischer Gelassenheit den Wandel der Menschheit beschreibt: weg vom
„erst mir – dann dir“, hin zum „erst dir – dann mir“. Für den Autor ist
es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Menschen nach und nach ihre
Scheinrollen aufgeben und zur Fröhlichkeit des Handelns gelangen. Für
Tashiro spielt hierbei die verdrängte„Intuition“ im Menschen eine
wesentliche Rolle. Der Mensch könne lernen, zur Intuition
zurückzukehren, der Empfindung, in jeder Situation angemessen zu
handeln, ohne das Wesenhafte in sich zu verbiegen. Dabei sei das
„Schauen“ wichtig, eine besondere Gabe, beim Beobachten der Vorgänge
ringsumher quasi aus einer distanzierten Betrachtungsweise eine gewisse
neutrale, objektive Bewertung zu ermöglichen, sich dabei von
gesellschaftlichen Konventionen zu lösen, die ohnehin von
Fremdinteressen geprägt wurden. Was der Autor auf 127 Seiten ( dem Rezensenten lag die Null-Ausgabe vor) an Erkenntnissen zusammengetragen hat, ist beachtenswert. Seine Einschätzung, dass sich die Menschen mehrheitlich aufgrund ihrer Erkenntnisse in die richtige Richtung bewegen, werden nicht all zu viele Leser mit ihm teilen.. Aber auch wenn sich der überwiegende Anteil der Menschen Tashiros Argumenten verschließen wird, naht Rettung für den Planeten Erde. Er wird sich des überwiegenden Anteiles an Menschen entledigen und dann scheint für den überlebenden Rest wieder Handarbeit angesagt.
Jannes Tashiro: Wandlung der Menschheit 120 Seiten 13.-€
Allmende Verlag ISBN: 3-9810499-7-7
Hartmut T. Reliwette
ZEITENWENDE – konkret –
Im Allmende Verlag ist jetzt eine 108 Seiten starke Broschüre erschienen, in der sich der ehemalige Journalist und Autor mit den Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen ab der von immer mehr Menschen thematisierten Zeitenwende befasst. Damit knüpft der Autor nahtlos an die vorangegangenen Publikationen an: „Umrisse der Zeitenwende“ und „Perspektiven der Zeitenwende“. „Die Weltmenschheitsgeschichte beginnt jetzt“, folgert Tashiro aus seinem Gesellschaftsbild, einem Staat ohne Börsen und traditionelle Kapitalwirtschaft, in dem Zinserträge der Banken die Reichen reicher und die Armen ärmer machen. Die Menschen – so Tashiro- sind das Geld selbst. Fröhlich sollen die Menschen leben, ohne Existenzängste, ohne Psychopharmaka. Ihre Arbeitsleistungen sollen sie gegenseitig tauschen. So entstehe nach dem „Aufbruch“ eine Tauschwährung, die das traditionelle Geld des Staates ersetze: „Wenn wir uns in unserer inneren Freiheit selbst entdecken und entfalten, ergänzen wir uns perfekt!“ In der Auffassung der Menschen vom „wir sind der Staat“ und „wir sind das Geld“, folgt Tashiro weitgehend den Vorstellungen des Joseph Beuys, der die Idee vom „organischen Geldkreislauf“ in seinen künstlerischen Vorstellungen entwickelte. Demnach solle jeder so viel Geld vom Staat bekommen, wie er für seinen Lebensunterhalt braucht. Beuys These war: „Alles für die anderen, nichts für einen selbst!“ Im Kapitel 12 beschreibt der Autor das Zusammenwirken von kreativen Seelen. Damit kommt er den Vorstellungen Friedrich Schillers nahe, der den Kunststaat propagierte. An anderer Stelle gibt Tashiro zu bedenken, dass er nicht darüber spekulieren wolle, in welchem Umfang die Menschen künftig noch Leid erfahren müssen, um vom gelebten „Way Of Life „ abzuweichen (Anmerkung des Verfassers), der letztendlich zur völligen Ausbeutung der Erdresourcen und in Klimakatastrophen gipfelt. Wie sehr dieser Staat dem „Kapital“ verfallen ist, zeigt der Umstand, dass Aktien-Spekulationsgeschäfte steuerfrei sind, d.h. dass die Gewinnspanne zwischen An- und Verkauf Von Wertpapieren steuerfrei gehandelt wird (wenn sie eine gewisse Zeit im Besitz des Käufers bleiben) während auf Lebensmittel eine Mehrwertsteuer erhoben wird. Einige Waren werden sogar doppelt versteuert, wenn sie als Genussmittel eingestuft werden z.B. Bohnenkaffee (Anmerkung des Verfassers).
Achtundzwanzig Kapitel hat Tashiro nebst einem Vor- und einem Nachwort drei Oberbegriffen zugeordnet: Teil 1 – „Wo wir stehen“ , Teil 2 – „Wende“ und Teil 3 „Zukunftsperspektive“.
Der Autor gibt den Menschen keine Schuld, dass sie in diese Zeit hineingeboren werden und zunächst völlig kritiklos in der bestehenden Gesellschafts- und Werteordnung mitmischen. Allerdings müssten alsbald geltende Wertestrukturen erkannt und hinterfragt werden. Der Aufbruch in eine fröhliche Gesellschaft ohne Zwänge vollziehe sich von daher praktisch von selbst, sei gewissermaßen vorprogrammiert, nachdem das alte Wirtschafts- und Wertesystem gescheitert ist. Eine kühne Vorstellung angesichts der bestehenden Konsumidiotie, in welcher erwartete Begehrlichkeiten einer aus allen Fugen geratenen Spaßgesellschaft vom konsequenten Nachdenken (und Erforschen)ablenken.
Hartmut T. Reliwette
August, 2009
Allmende Verlag Ringheftung, DIN A 5, Preis Euro 12.- Allmende Verlag, ISBN 3-9810499-2-6
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